German-American Women's Club of Munich  –  Deutsch-Amerikanischer Frauenclub München e.V.
Studentenaustausch - Deutsch-Amerikanischer Frauenclub München e.V.

Das Deutsch-Amerikanische Studentenaustausch-Programm

Die deutsch-amerikanische Freundschaft zu fördern und die gemeinsamen Werte zu pflegen war von Anfang an das Anliegen dieses erfolgreichen Programms, das 1957 auf Initiative des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs München ins Leben gerufen wurde.

Während ihres Studienjahres im Ausland tragen die Austauschstudenten als "Kultur-Botschafter" ihres jeweiligen Heimatlandes dazu bei, Verständnis für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entwickeln.

Der Deutsch-Amerikanische Frauenclub München unterstützt mit 31 Partnerclubs im Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs, VDAC, das Deutsch-Amerikanische Studentenaustauschprogramm. Es ist das größte private Austauschprogramm dieser Art in Deutschland.

Die Zusammenarbeit mit rund 20 amerikanischen und 20 deutschen Universitäten ermöglichte bis heute etwa 2700 Studenten, ein Studienjahr in Amerika oder Deutschland zu verbringen.

Über 50 amerikanische und deutsche Studenten studieren jedes Jahr im jeweiligen Gastland. Deutsche Studenten erhalten von den amerikanischen Partneruniversitäten ein Stipendium und amerikanische Studenten erhalten ein Stipendium des VDAC für ihre Zeit in Deutschland.

Organisation: Barbara Standl • E-Mail: standl@gawc-munich.de

Brücke über den Ozean
Interview mit amerikanischen Gaststudenten über München >>

studenten_2014

Im Studienjahr 2014/2015 hatten sich drei Austauschstudenten aus den USA an der LMU München immatrikuliert:

  • Andrea S. Fox vom Dartmouth College (Hanover, New Hampshire). Studienfach: Germanistik
  • Nadia Cumming von der University des US-Staates Delaware. Studienfächer: Germanistik, Literatur und Pädagogik
  • Jackson Loop von der University of Gainesville, Florida. Studienfach: Geschichte.

Drei Studenten aus München studierten an amerikanischen Universitäten:

  • Sarah Ott an der Universität in Oberlin/Ohio. Studienfächer: Englisch und Geschichte
  • Vinh-Minh Nguyen am Dartmouth College, Hanover/NH. Studienfächer: Nordamerikanistik und Theater
  • Simon Geißler an der Central Michigan University, Mount Pleasant. Studienfächer: Energie und Information

Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in den USA schildern sie hier.

Im Studienjahr 2015/2016 studierten

  • Michael Winfried Hesse von der TU München an der University of Delaware. Studienfach: Informatik

und

  • Philipp Lee von der Georgia Tech, Macon, Georgia, an der LMU München. Studienfach: BWL

Im Studienjahr 2016/2017 studierten

in den USA:

  • Jan Stefan Herrmann von der LMU München am Oberlin College, Ohio. Studienfach: Global Business Management
  • Sabine Stefanie Waas von der LMU München an der University of Alabama, Tuscaloosa. Studienfach: Nordamerikastudien

in München:

  • Ranjani Mari Sundaresan vom Georgia Institute of Technology, Atlanta, GA. Studienfächer: Psychologie, Biologie, Philosophie, Deutsch
  • Leo Richard Kalkbrenner vom Oberlin College, Oberlin, OH. Studienfächer: Literatur, Economics.

Im Studienjahr 2017/2018 studieren an der LMU München:

  • Alexandra Challenger von der Florida State University: Studienfächer Kunstgeschichte und Deutsch
  • John Grant Fentum von der University of Arizona, Tucson: Studienfächer Computer Science und Deutsch

Im Studienjahr 2017/2018 studieren in den USA:

  • Franziska Beltinger von der TUM an der Georgia Tech in Atlanta: Studienfach Chemie
  • Andreas Garhammer von der TUM an der University of Delaware, Newark Delaware: Studienfach Luft- und Raumfahrttechnik
  • Maximilian Müller-Bardorff aus München an der Clarkson Universität Schenectady, New York: Studienfach Europäisches Business

Wir wünschen den Studentinnen und Studenten ein interessantes, erfolgreiches Jahr in ihrem Gastland!

Auf dem Magnolienball 2017: Studentin Ranjani Mari Sundaresan mit dem ehemaligen GAWC-Austauschstudenten Michael Hesse und Mike Pilewski mit Freundin
 

Ein Halbjahr in der Isarstadt

Ein Report von Ranjani Sundaresan vom Georgia Institute of Technology - Austauschstudentin in München, Studienjahr 2016/2017

Als Bewerbin, kann ein Austauschprogramm in Prinzip nur ein Punkt auf dem Lebenslauf sein. Aber dieses Jahr veraendert schon den Lauf meines Lebens. Das Maedchen, das hier im September kam, kann ich nicht mehr wieder ins Bewusstsein rufen. Wie Shakespeares Koenig von Neapel, sie ‘…lies full fathom five, having suffered a sea-change into something rich and strange.’

Es ist bemerkenswert, wie viel ich in so kurzer Zeit gelernt habe. Ich bin hier gekommen, um Neurowissenschaft an der Uni Muenchen zu studieren. Das deutsche Hochschulsystem ist ganz anders als das amerikanische Gegenstück, habe ich gefunden. In meinen Vorträgen fungiert der Professor als Führer. Man lernt meistens unabhängig. Ohne Karte treibt man manchmal in einem Meer des Wissens…aber jetzt schätze ich dieses System. Unabhängiges Lernen erfordert einfach eine andere Einstellung. Man muss einfach die Zügel Ihrer Ausbildung in die Hand nehmen.

Ich habe auch zwei Literaturseminare teilgenommen. Um Ihre Muttersprache in einem fremden Land zu studieren, ist eine seltsame Erfahrung. Die anderen Studenten haben eine Faszination mit der englischen Sprache, die ich verloren hatte. Heute lerne ich nicht nur Deutsch, sondern schätze den Reichtum meiner eigenen Sprache auch neu.

Die neuen Freundschaften sind transformativ. Der Ansatz zur Freundschaft ist hier in Deutschland etwas anders. Soziale und politische Meinungsverschiedenheiten sind willkommener. Also wird eine Interaktion subtiler, interessanter. Im gegenwärtigen amerikanischen politischen Klima fühlt man, dass eine politische Meinungsverschiedenheit eine Freundschaft etwas riskant sein kann.

Ich hab zwei Einladungen zu Charity-Veranstaltungen in München bekommen: dem Silbertee und dem Magolienball, bei denen ich eine Debütantin war. Beide Ereignisse fanden nach der amerikanischen Wahl und der Präsidentschaftseinweihung statt. Es gab keine Verzweiflung. Stattdessen gab es eine konstruktive Debatte: Wie koennte man die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika bewahren?

Beim Magnolienball bemerkte ich, dass die Veranstaltung eine echte Demonstration der deutsch-amerikanischen Freundschaft war. Mein Tanzpartner, ein Münchner, lächelte. Wir hatten gerade den Eintrittstanz getanzt, ein schönes Beispiel für die europäische Tanztradition. "Wir sind auch eine echte Demonstration der deutsch-amerikanischen Freundschaft", sagte er. In der kulturellen Integration ist Freundschaft wunderbar; die Romanze ist noch besser.

Ich habe heute Freunde in ganz München und ganz Deutschland. Viele sind Deutscher; einige nicht. Wir haben uns in der U-Bahn, im Sprachunterricht, in Jugendherbergen und auch bei den Seminaren des Verbands kennengelernt. Auf Deutsch, Englisch und Französisch—alle ziemlich gebrochen—tauschen wir Grüße nicht mit Briefen, sondern mit Voice-Nachrichten auf WhatsApp. Wir sind impulsiv. Spontan machen wir Reisepläne: Warum reisen wir nicht nach Köln am Rosenmontag, Karneval zu feiern? Wäre es danach möglich, nach Frankreich für Mardi Gras zu fahren?

Seit September bin ich kühner und mutiger geworden. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen und Chancen. Und jede Erfahrung wird was neu, reich und seltsam.

Ich wache jeden Morgen auf, um den Sonnenaufgang über den Englischen Garten zu beobachten. Es ist wunderschön: die Nebel über die Isar werden goldfarben. Darüber hinaus tollen die tausende Glocken der Münchner Kirchen, der Herzschlag der Isarstadt. Das Leben lockt.

SWM hat ein beliebtes Werbungsmotto: in einer Luftaufnahme von München in der Nacht glänzt unsere Isarstadt mit Lichtern - "Muenchen leuchtet". Ich denke an diese Anzeige, wenn ich an meine Zeit in Deutschland denke. Wenn jeder Ort und jede Person, die mich verändert hat, wurde in das Stromnetz eingespeist, dann auf einer Satellitenkarte leuchtet nicht nur München, sondern ganz Deutschland.

Wir wünschen den Studentinnen und Studenten ein interessantes, erfolgreiches Jahr in ihrem Gastland!

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